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Lexikon - Glossar

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Siegelrandbeutel, Folien, Verpackungsmaschinen


A


Abfallgesetz = KrW-/AbfG

Bei dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz handelt es sich um das zentrale Bundesgesetz des deutschen Abfallrechts. Bis 1996 "Gesetz zur Vermeidung und Entsorgung von Abfällen AbfG". Hier wird grundlegend der Umgang und die Entsorgung von Abfällen geregelt.


Abreiss-Perforation

Um zusammenhängende Beutel oder Säcke trennen zu können, wird die Trennlinie perforiert. Diese Loch- / Schlitzstanzung erleichtert es, die Folien auseinander zu reißen.


Altfolien

Sie werden in der Regel der Wiederverwertung zugeführt und zu (Regenerat-) Granulat verarbeitet. Kunststoffgranulat ist die typische Lieferform der Rohstoffhersteller von thermoplastischen Kunststoffen. Geliefert wird Granulat an kunststoffverarbeitende Industrie. Aus diesem Material können wieder neue Folien und andere Kunststoffprodukte hergestellt werden.


Aluminium-Folie

Oft auch als Alufolie oder Silberpapier bezeichnet. Häufig verwendete Stärken liegen zwischen 0,004 bis 0,50 mm. Nach einer speziellen Wärmebehandlung sind diese Folien biegsam und weich. Die im Haushalt verwendete Alufolie ist zwischen 10 und 15µ dick. Da die Alu-Folie gas- und luftdicht ist, finden sie sehr oft in der Verpackung von Lebensmittel, Medikamenten Verwendung. Als Siegelrandbeutel - dann z.B. mit einer beidseitigen  PE-Kaschierung - wird diese Verbundfolie eingesetzt, wenn eine Langzeitlagerung von Produkte unter Vakuum erforderlich ist. Etwa um Korrosion vorzubeugen.


Antistatische Folien

Folien, die sich nicht, oder nur sehr gering elektrisch aufladen. Aus diesem Material wird u.a. Verpackungsmaterial hergestellt, z.B. Beutel. Die elektrostatischen Aufladungen werden durch mechanische Reibung verursacht. Diese (unerwünschte) Auswirkung kann zu spontanen elektrischen Entladungen führen. Empfindliche elektronische Bauteile können dadurch Schaden nehmen, bis hin zur totalen Zerstörung. Der Umgang erfordert daher unbedingt das Einhalten bestimmter Sicherheitsmaßnahmen: EDS-Arbeitsplätze - EDS-gerechte Verpackungsmaschinen.


Außenvakuum

Vakuum-Verpackungsmaschinen mit einem Außenvakuum verfügen nicht über eine Vakuumkammer in die die zu verpackende Ware hineingelegt wird. Diese Maschinen verfügen über eine schmale Vakuumkammer, diese wird mittels einer Vakuumpumpe evakuiert. Lediglich die Öffnungsseite des Verpackungsbeutels wird wenige cm in diese Öffnung gelegt. Bedingt durch das entstehende Vakuum, strömt die Luft aus dem Beutel in die Kammer; hierfür sind Beutel mit einer Wabenstruktur erforderlich.


B


Biaxial

Folien lassen sich biaxial, d.h. in zwei Richtungen längs und quer, verstrecken, verrecken. Im Gegensatz dazu "monoaxial": nur in eine (Längs)-Richtung. Biaxiale PP (Polypropylenfolien) stellen mit fast 90% der Produktion den größten Anteil aller PP-Folien dar.


Biologisch abbaubar

Alle Polyolefin-Folien sind biologisch abbaubar. Durch Einfluss von Licht, Luft, Wasser verfallen diese Folien mechanisch bis hin zu Molekülen, die biologisch abgebaut werden.


Blaskopf

Folienherstellung: flüssiger Kunststoff (Schmelze) wird durch ein Werkzeug mit einer Ringdüse (Blaskopf) gedrückt. Der so entstehende Schlauch wird mit Luft aufgeblasen; mit der hinzugeführten Kühlluft werden die Breite und die Stärke der Folie festgelegt. Der abgekühlte Folienschlauch wird anschließend aufgewickelt und ggf. weiter verarbeitet, z.B. zu Siegelrandbeuteln.


C


Coex-Folien (Co-Extrusion)

Verschiedene Kunststoffmaterialen (Granulat) werden in einzelnen Extrudern aufgeschmolzen und in einen gemeinsamen Blaskopf extrudiert. In der Düse erfolgt die Verbindung der einzelnen Schichten; so erreicht man verschiedene Folieneigenschaften.  Zum Beispiel können so die Barriere- oder Schweíßeigenschaften auf ein Produkt zugeschnitten werden. Typisches Beispiel ist die Folie für Blumenerde: von der einen Seite schwarz, von der anderen Seite weiß. Oder PA/PE Folien für Siegelrandbeutel. Auf diese Weise kann eine Folie aus nichtverwandten Materialien hergestellt werden : Aluminium-PE, Papier-PE....


D


Dampfsperrfolien

Diese Folien werden im Trockenbaubereich eingesetzt. Sie garantieren Luftdichtigkeit und bieten eine dauerhaft wirksame Dampfsperrfunktion. Zumeist kommen diese Folien in belüfteten und unbelüfteten Dachkonstruktionen zum Einsatz.  Durch die Herstellung luftdichter Anschlüsse werden Zugluft verhindert, ebenso das Eindringen von Luftfeuchtigkeit in die Wärmedämmung. Die Dampfsperre wird auf warmen, also meist innen Seite eines Bauteils angebracht. Die Bemessungswerte werden gem. DIN 4108-4 definiert. (Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl μ)


Dehnfähigkeit

Reißfeste Maschinenstretchfolien überzeugen durch ihre besondere Dehn- und Durchstoßfähigkeit .


Dichte

Die Einheit der Dichte ist g/cm³ = bei Kunststoff, oder Kilogramm pro Liter. Es handelt sich um die Massendichte eines Körpers im Verhältnis zu seinem Volumen. Anschaulich gesagt beschreibt sie, ob der Körper für seine Größe schwer wie ein Stein, oder leicht wie ein Heuballen ist.


E


Ethen / Äthen

Veraltet auch Ethylen genannt, ist ein süßlich riechendes, farbloses Gas; ein ungesättigter Kohlenwasserstoff mit einer Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelverbindung. Ethen stellt für die Petrochemie die wichtigste Grundchemikalie dar. Ethen wird zu mehr als 75% zu Kunststoff verarbeitet, z.B. Polyethylen, PVC aber auch zu nichtionischen Tensiden (Waschmittel)

EVA

Ethylen-Vinyl-Acetat Copolymere. Mit zunehmendem Anteil von Vinylacetat nehmen die elastischen Eigenschaften zu. Bei Dehnfolien aus PE-LD werden Dehnbarkeit und die Elastizität erhöht.. Bei medizinischen Verpackungen verbessert der Anteil von EVA im Polyethylen die mechanischen Eigenschaften.


Extruder

Schneckenpresse, Schneckenstrangpresse = Extruder. Eines der wichtigsten Geräte zur Verarbeitung von thermoplastischen Kunststoffen. Von der Funktionsweise her mit einem Fleischwolf vergleichbar. In einem beheizten Metallrohr - Zylinderform - dreht sich die Schnecke. Durch die Drehbewegung wird das Material (Schmelze) gefördert.  Das Granulat wird kontinuierlich aufgeschmolzen (Schmelze) und mittels einer oder mehrerer Schnecken zum Ausgang des Extruders gefördert. Die direkt an der Schneckenspitze entstehende Drücke können ganz erheblich sein, je nach Ausführung der Anlage und verarbeitendem Material betragen diese bis zu 600 bar !! Gängige Verarbeitungstemperaturen reichen von 150°C bis etwa 250°C  (HDPE).  Über das Werkzeug wird die Schmelze dann ausgetragen, je nach Formgebung bis hin zu fertigen Kunststoffteilen, z.B. Tubenverschlüsse, Dübel oder auch Folien.


F


Flachfolie

Eine Flachfolie erhält man, wenn die mittels des Blaskopfes hergestellte Schlauchfolie beidseitig aufgeschnitten wird. Die beiden so entstehenden Flachfolien werden getrennt aufgewickelt. Flachfolien sind thermoverform- und tiefziehbar, sie können bedruckt und verschweißt  werden…


Flexodruck

Im Bereich der Verpackung wird dieses Verfahren hauptsächlich bei Bedrucken von Kunststoff, Papier, Papier sowie flexiblen Verpackungen eingesetzt. Flexodruck wird auch als Tampondruck bezeichnet, ist ein Rollenrotationsverfahren, bei dem flexible Druckplatten Verwendung finden.


Folie

(v. lat. folium "Blatt") seit dem 16. Jahrhundert dokumentiert. Ursprünglich die Bezeichnung für Glanzblättchen (Blattgold). Gefasste Edelsteine erhielten eine Unterlage aus Blattgold.  Heute wird die Bezeichnung Folie benutzt für Metallfolien; Blech-, Alu-Folie, oder Kunststofffolien. ESD-Beutel, Siegelrandbeutel …


Das Bild zeigt Verpackungsbeutel
aus Aluminium-und Kunststofffolie


Folienschlauch

So nennt man den bei einer Blasfolienextrusion austretenden Folienschlauch.


Folienschweissmaschine

Mittels einer solchen Maschine werden industriell Säcke, Beutel, Hauben etc. hergestellt. Die Konfektionierung erfolgt aus dem Folienschlauch.

Ebenso werden als Folienschweißmaschinen meist kleinere Geräte bezeichnet, die Beutel verschließen, in denen Produkte verpackt werden.

Folienschweißmaschinen, Durchlaufschweißmaschinen, Winkelschweißmaschinen, Vakuumverpackungsmaschinen, Kammer-Vakuum-Verpackungsmaschinen.


Füllhöhe

Als Füllhöhe bezeichnet man die Füllguthöhe in einem Packmittel, z.B. in einem wiederverschließbaren Beutel. In der Gastronomie werden Schankmaß, z.B. Biergläser und andere für Getränke vorgesehene Gläser mittels des sogen. Eichstrichs gekennzeichnet - es handelt sich um die Mindestfüllhöhe, die nicht unterschritten werden darf. Diese Vorschrift unterliegt dem Eichgesetz und dient damit dem Verbraucherschutz.


G


Gasdurchlässigkeit

Ist die Eigenschaft eines Packstoffs, Gase durchtreten zu lassen, sie beruht auf die Löslichkeit der Gase im Packstoff bzw. seiner Porosität.


Gereckte Folie

Es sind Kunststofffolien, die bei der Herstellung in Längs- und Querrichtung gestreckt wurden. Diese Streckung wird bei niedrigen Temperaturen beibehalten, kann jedoch bei höherer Temperatureinwirkung rückgängig gemacht werden. Aus diesem Material werden z.B. Schrumpfhauben (Palettenverpackung) hergestellt, oder auch Schrumpffolien (Bücher, CD`s)


Gitterfolie

Findet meist im Klein-Gewächshausbau Verwendung. Diese Folie ist besonders reißfest, UV-lichtstabil, Temperaturunempfindlich und widerstandfähig gegen Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Gitterverstärkte PE-Folien mit Maschenweiten von 16x16 mm, bei 310g/m² beträgt die Reißkraft ca 300N/5 cm. Oft wird diese Folie mit einem Nagel- Ösenrand versehen. Diese Folie ist unverrottbar.


Goffrierte Folien

Gaufrieren

(frz: gaufre "Waffel", "Wabe") Diese geprägten Folien finden Anwendung im Bereich Siegelrandbeutel für Vakuumverpackungsmaschinen. Die in die Oberfläche der Folie eingeprägte Struktur / Wabenstruktur / sorgt für einen schnellen Luftabfluss aus dem Vakuumbeutel.

Granulat

Kunststoffgranulat ist die typische Lieferform von thermoplastischen Kunststoffen. Wegen seiner Rieselfähigkeit ist es ein Schüttgut wie z.B. Sand und ebenso einfach wie diese zu transportieren. Im Extruder wird die Kunststoffschmelze über Düsen zu Strängen geformt und meist in Wasser abgekühlt. Anschließend schneidet ein rotierendes Messer die Stränge in Abschnitte von wenigen mm Länge. Für den Transport wird das Granulat in Säcke oder andere Großgebinde. Es wird im Spritzguß- oder Blasverfahren weiter verarbeitet.


H


Halbschlauchfolie

Der Folienschlauch wird auf einer Seite über die Länge aufgeschnitten. Eine aufgefaltete Halbschlauchfolie wird als Flachfolie bezeichnet.


HDPE

High Density = Polyethylen mit höherer Dichte: schwach verzweigte Polymerketten, daher hohe Dichte. PE-HD (HDPE) Die Dichte beträgt ca. 0,94 - 0,96g/cm³, der Schmelzpunkt liegt bei 103-145°C // LDPE sind stark verzweigte Polymerketten = geringe Dichte


I / J


Inliner

Foliensäcke oder Folienabschnitte, die in ein anderes Packgut eingesteckt werden, werden als Inliner bezeichnet. Sie bieten dem Packgut einen zusätzlichen Schutz.


K


Kompostierbare Folien / Kennzeichen

Ist eine Folie, bei deren Herstellung nachwachsende Rohstoffe verwendet wurden. Die Folie zerfällt wieder in ihre Ausgangsstoffe  Wasserstoff und Kohlenstoff.

Nur geprüfte Produkte dürfen das "Kompostierbarkeitskennzeichen" führen. In einem standardisierten Prüfverfahren ist dies unter Beweis zu stellen (EN 13432). Es wird von DIN Certco Gesellschaft für Konformitätsbewertung mbH in Berlin vergeben.


Konfektionieren

Darunter versteht man das Verarbeiten des bei einer Blasfolienextrusion hergestellten Folienschlauches. Der nächste Arbeitsschritt ist das Konfektionieren: z.B.  von Säcken, Siegelrandbeuteln etc.


Korrosion

Lat.: corrodere. "zernagen". Wenn ein Werkstoff in einer messbaren Größenordnung mit seiner Umgebung reagiert und es zu einer Beeinträchtigung eines Bauteils kommt, wird das Korrosion genannt. Dieser Begriff ist ebenfalls in anderen Gebieten gebräuchlich, z.B. in der Medizin oder der Geologie.


Korrosionsschutz.

Korrosionsschutzfolien werden in der Metallindustrie eingesetzt, um einer Korrosion vorzubeugen. Es sind keine Nitrat-, Phospat- oder Chromverbindungen vorhanden.


L


LDPE (PE-LD)

Polyethylen mit niedriger Dichte - Low Density - Gewicht ca. 0,025g/m³

Siehe auch HDPE


M


Masterbatch

Es handelt sich um Kunststoffadditive in Form von Granulaten = Konzentrate von Zusatzstoffen, wie Pigmente, Additive… diese werden Thermoplasten zugesetzt, um die gewünschte Eigenschaften wie Farbe und Ausrüstung - antistatische Ausrüstung - zu erreichen. Masterbatches sind sehr gut zu verarbeiten und erhöhen die Prozesssicherheit im Vergleich zu Pasten, Pulver oder flüssigen Zusatzstoffen.


Mehrschichtfolie

Es werden mehrere Folien miteinander verklebt, hierbei können unterschiedliche Materialien miteinander verbunden werden. Dieses Verfahren findet dann Anwendung, um die unterschiedlichen Barriereeigenschaften der Materialien zu nutzen zu können, z.B. Alu/PE, oder PA/PE für Siegelrandbeutel.


Monofilien

Es handelt sich hierbei um Folien aus einheitlichem Material.


N / O


Olefin

Auch Alkene (neue Bezeichnung) sind chem. Verbindungen aus der Gruppe der Kohlenwasserstoffe. Diese besitzen an beliebiger Position eine oder mehrere Doppelverbindungen zwischen zwei Kohlenstoffatomen. C=C Doppelverbindung.


Opak

Opazität ist in der Physik die Lichtundurchlässigkeit von Stoffen, oft von Glas oder Kunststoffplatten

P / Q


Polyethylen

PE ist die Kurzbezeichnung. Es handelt sich um einen thermoplastischen Kunststoff. Dieser wird durch die Polymerisation von Ethen (C2H4) hergestellt. Polyethylen gehört zur Gruppe der Polyolefine. Durch Substitution von Wasserstoff entstehen Polyvinyle, z. B. Polyvinylchlorid. Einige bekannte Handelnamen lauten: Alathon, Dyneema, Hostalen, Lupolen, Polythen, Spectra, Trolen, Vestolen.

Vakuum-Verpackungsbeutel bestehen u.a. aus PE (Mehrschichtfolien PA/PE)


Polymerisation

Es handelt sich um eine chemische Reaktion, bei der Monomere unter Einfluss von Katalysatoren reagieren. Hierbei werden Polymere gebildet = Moleküle mit langen Ketten, bestehend aus miteinander verbundenen Monomeren. Polymerisate werden die Produkte der Polymerisation genannt.


Polypropylen

PP ist die Kurzbezeichnung. PP gehört zur Gruppe der Polyolefine, es ist ein teilkristalliner Thermoplast. Es wird durch Polymerisation des Monomers Propen mit Hilfe von Katalysatoren gewonnen. PP wurde 1951 zum ersten Mal von den Farbwerken Hoechst synthetisiert. Die Dichte liegt zwischen 0,895 und 0,92g/cm³ und somit der Kunststoff mit der geringsten Dichte.

PP ist beständig gegenüber fast allen organischen Lösemitteln und Fetten, Säuren und Laugen. Die Oberflächenenergie ist sehr gering, daher lässt es sich sehr schlecht verkleben und bedrucken. PP ist geruchlos und hautverträglich, daher ist es für Anwendungen im Lebensmittelbereich und der Pharmazie geeignet. Es ist physiologisch unbedenklich.


Polyvinylalkohol

PVOH ist die Kurzbezeichnung, auch PVA. Es ist ein künstlicher, thermoplastischer Kunststoff. PVOH ist wasserlöslich, die Herstellung geschieht durch Hydrolyse von Polyvinylestern - meist Polyvinylacetat. Ein direkter Syntheseweg ist nicht möglich, da es nicht als freies Monomer existiert.  Da der Kunststoff Wasser absorbiert, stehen seine Eigenschaften in Abhängigkeit der Luftfeuchtigkeit. PVOH ist hervorragend schichtbildend, emulgierend und adhäsiv. Es verfügt über eine Flexibilität und Zugfestigkeit. Bei zunehmender Luftfeuchtigkeit verliert es an Zugfestigkeit, gewinn allerdings an Elastizität.  Es ist beständig gegen Ölen, Fetten und Lösemitteln. Verwendung: als Verdickungsmittel in Latexlacken, Haarspays, Shampoos und Klebstoffen. Als Barriereschicht in PET-Flaschen. Auch in Kinderspielzeug wie Knete und Slime und als Bestandteil von Hygieneprodukten wie Damenhygiene- und Inkontinenzprodukten und als Trägerspray für Handarbeitsartikel. Es ist nicht toxisch, wird jedoch im wässerigen Milieu sehr schlecht abgebaut.


R


Raffinerie

(von frz. raffiner = verfeinern bzw. fin = fein) In solchen Betrieben werden Produkte - Naturstoffe - z.B. aus Rohöl erzeugt (raffiniert). Durch Reinigung und Veredlung werden diese Naturstoffe zu höherwertigen Produkten verarbeitet: petrochemische Rohstoffe, Treibstoffe…


Recycling

Mit diesem Begriff wird ein Vorgang bezeichnet, bei dem aus Abfall ein Sekundärrohstoff wird. Dies erfolgt durch stoffliches, chemisches oder thermisches Recycling. In Deutschland sind im Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz die rechtlichen Vorgaben niedergelegt.

Das Recyclingzeichen = Drei Pfeile im Dreieck - ist nicht geschützt und kann überall angebracht werden.


S


Schlauchfolie

Auch Blasfolien - darunter versteht man Folien in Schlauchform aus thermoplastischen Kunststoffen, diese werden mit Hilfe einer Blasfolienanlage (Blasfolienextrusion) gefertigt. Die
Schlauchfolie wird dann weiterverarbeitet oder als Schlauchfolie ausgeliefert.


Schmelze

Kunststoff in flüssiger Form wird Schmelze genannt. In diesem Zustand wird das Material in der Folienherstellung über den Blaskopf aus dem Extruder ausgetragen.


Schrumpffolien.

Es handelt sich hierbei um eine durch Recken vorbehandelte Folie. Durch Wärmeeinwirkung "schrumpft" die Folie wieder in ihre ursprüngliche Form.

Verwendung finden diese Folien oft in der Verpackungsindustrie / Schrumpfhauben für Paletten zum Schutz der Waren, ebenfalls in Schrumpffolien werden z.B. Bücher und CDs verpackt. Es können auch sehr große Teile mit Hilfe einer Schrumpffolien geschützt werden, z.B. Boote - diese großen Flächen werden dann mittels einer Schrumpfpistole erwärmt. Der Schrumpfprozess bewirkt, dass die Folie eng an der zu verpackenden Ware anliegt.

Im täglichen Leben begegnen uns Schrumpffolien in sehr vielen Bereichen, denken wir nur an Getränkeflaschen oder das bekannte (Bier-) Sixpack, fast immer werden die Flaschen oder Dosen durch eine Schrumpffolien zusammengehalten


Schrumpfhaube

Es handelt sich hierbei um eine Folienhaube, die über eine bepackte Palette gezogen wird. Mittels Wärme zieht sich die Folie zusammen und sichert hierdurch das Packgut auf der Palette. Die erforderliche Wärme wird mittels einer Schrumpfpistole erzeugt, diese gibt es in der Ausführung  elektrisch beheizt, oder Gas. Wenn dauernd größere Mengen Waren auf Paletten mittels Schrumpfhauben gesichert werden sollen, lohnt sich der Einsatz eines Schrumpftunnels.


Schrumpftunnel

Nachdem der mit Ware gefüllte Halbschlauch seitlich und vorne an der Schweißstation verschlossen wurde, wird das Produkt mittels eines Förderbandes (bei kleinen Anlagen auch manuell) zum Schrumpftunnel gefördert. Die Folienumverpackung ist nun noch etwas größer als das zu verpackende Packgut. Nach der kompletten Verschweißung der Folie läuft es in den Schrumpftunnel ein. Die Temperaturen im Schrumpftunnel (Schrumpfhaube) betragen etwa 120° bis 250°C - abhängig von der Durchlaufgeschwindigkeit, Folientype bzw. -stärke. Die Verpackungsleistungen schwanken sehr stark. Die Stundenleistung einer kleinen manuellen Haubenmaschine bzw. einer halbautomatischen Anlage mit einem kleinen Schrumpftunnel beträgt etwa 50-300 Verpackungen - je nach Arbeitsgeschick des Mitarbeiters. Die Geschwindigkeit einer industriellen Hochleistungsmaschine kann bis zu 15000 Takte/Stunde betragen.


Schweißnaht

Die Verbindungsstelle (Naht) wird durch das Schweißen der Folie gebildet. Dabei wird die Folie erhitzt und plastisch. Durch Druck schweißt die Folie beim Abkühlen zusammen. (Siegelrandbeutel). Kammer-Vakuumverpackungsmaschinen stellen oft eine gewölbte Doppelschweißnaht her, diese gewölbte Naht ist dann sinnvoll, wenn feuchte oder fetthaltige Produkte verpackt werden sollen, da dadurch gewölbte Form des Schweißbandes Feuchtigkeit und Fett auf der Folie leichter verdrängt werden. Je nach Produktanforderung kann die Schweißnahtbreite ca. 0,5 mm bis 10 mm betragen.


Sixpack

Die Sechserträger wurden erstmals von der Firma Coca Cola eingeführt, das war bereits 1923. Heute ist damit oftmals ein Sechserträger Bier gemeint. Diese werden vielfach durch eine Schrumpffolie zusammengehalten.

Einige Umgangssprachliche Bezeichnungen für "ein Sixpack Bier": sie werden oft als Krawallkoffer, Herrenhandtasche, Männerhandtasche, Randaliererpäckchen, Sechser Rundkolben oder Maurerradio bezeichnet.


Streckfolie

Auch Dehnfolie. Es handelt sich hierbei um elastische Adhäsions-Folien aus Polyethylen. Sie hat eine besondere Eigenschaft, ohne Klebstoff an sich selbst zu haften, daher wird die Folie hauptsächlich zum Verpacken verwendet.  Sehr häufig werden auf Paletten verpackte Waren mittels einer Streckfolien / Stretchfolien / gesichert. Die Dehnfolie findet aber auch Verwendung für die Verpackung von Lebensmitteln. Die PD-LD oder LLD-PE Folien verfügen über eine hohe Reißdehnung von 150% bis über 500%.


T


Thermoplaste

Kunststoffe, die sich innerhalb eines Temperaturbereiches einfach (thermo-plastisch) verformen lassen. Dieser Vorgang ist reversibel. Durch Abkühlen, Wiedererwärmung bis zum schmelzflüssigen Zustand kann dieser Zustand beliebig wiederholt werden. Es sollte jedoch nicht durch Überhitzung die sogen. thermische Zersetzung des Materials einsetzen.  Darin

unterscheiden sich Thermoplaste von Elastomeren und Duroplasten.

Thermoplaste lassen sich gut verschweißen / durch Einwirkung von Wärme wird das Material über ihre Schmelztemperatur hinaus erwärmt, in der Abkühlphase sorgt Druck für eine gute Verbindung des Materials. Unterschiedliche Kunststoffe erfordern unterschiedliche Temperaturen, es können daher immer nur artgleiche Kunststoffe miteinander verschweißt werden.  Z.B. PA/PE Mehrschichtfolien (Siegelrandbeutel).


Transluzent

Transluzenz ist die (partielle) Lichtdurchlässig eines Körpers. Transluzente Folien lassen Licht durch, es wird so gestreut, dass das verdeckte Objekt nur noch verschwommen oder überhaupt nicht erkennbar ist. Die menschliche Haut, aber auch Blätter und viele andere Stoffe sind transluzent: es wird teilweise Licht durchgelassen - sie sind aber nicht transparent. In der deutschen Altagssprache wird transluzentes Material häufig als "halbtransparent" bezeichnet.


Transparenz

Von lat. transparens = durchscheinend. Die Lichtdurchlässigkeit bzw. die Durchsichtigkeit von Folien wird auch als Tranparenz bezeichnet, wobei wie folgt unterteilt wird:

OPAK (Lichtundurchlässig, Blickdicht)

TRANSLUZENT (Licht-durchlässig, durchscheinend)

KLAR (Licht-durchlässig, farblos, Folie ist nahezu unsichtbar)


Trennschichtfolie

Wenn Artikel aus Polyethylen mittels einer Schrumpffolie z.B. auf einer Palette gesichert werden sollen, kann es durch Hitzeeinwirkung zu einer Verschmelzung mit der Schrumpffolie kommen. Beim Entfernen dieser Transportsicherung kann es zu Beschädigungen des Packguts (z.B. Säcke) kommen. Wird nun eine Trennschichtfolie mit einem höheren Schmelzpunkt eingesetzt, können die PE-Produkte nicht mehr mit der Schrumpffolie verschmelzen.


U


UV-Beständigkeit

Ultraviolettstrahlung - kurz UV-Strahlung / UV-Licht . Es handelt sich hierbei für Menschen unsichtbare elektromagnetische Strahlung. Diese ist kürzer als die des Menschen sichtbaren Lichtes, aber länger als die von Röntgenstrahlen.

Ultraviolett (etwa übersetzt mit jenseits von Violett) Die Bezeichnung rührt wohl daher, da das für den Menschen sichtbare (Licht-) Spektrum mit Violett beginnt.

Schäden durch UV-Strahlung:

UV-B-Strahlung verursacht hauptsächlich Sonnenbrand, Augenlinsentrübung … = direkte DNA-Schäden.

UV-A-Strahlung verursacht hauptsächlich indirekte DNA-Schäden = Melanome.

Zerstörung von Vegetation: Pflanzen haben im UV-C-Bereich fast keinen Schutz. UV-A und UV-B wird von Pflanzen unterschiedlich vertragen.

Lichtbogenschweißen = stellt eine intensive UV-Quelle dar. Schweißer und umstehende Personen müssen sich schützen.

Raumfahrt = UV-B und UV-C erfordern besondere Materialien, dies gilt besonders für die Raumanzüge und deren Visiere. Solarzellen, die die Raumstationen mit el. Energie versorgen, werden durch UV beschädigt, sie haben eine geringere Lebensdauer als auf unserer Erde mit der Atmosphäre als "UV-Filter".

Schädigung von Kunststoffen, Lacken, organische Farben bleichen aus, Kunststoff trübt ein, es wird spröde, so z.B. Zerfall von PE-Folie bereits bei Einfluss von Tageslicht. Schutz ist durch resistente Pigmente möglich.


V


Vakuum

Von lat. vacuus = leer oder frei. Als Vakuum wird häufig ein Volumen bezeichnet, dessen (Luft-) Druck wesentlich geringer ist, als der der Umgebung bei Normalbedingungen, z.B.  die Vakuumverpackung.


Vakuum als Konservierung

Da Vakuum kein Lebensraum ist, eignet es sich als Konservierungsmethode, also der Verpackung von Lebensmitteln und anderen verderblichen  Produkten unter Vakuum. Luftsauerstoff ist für die Alterungs- und Verwesungsvorgänge verantwortlich. Werden nun verderbliche Produkte von gasdichten Kunststoffhüllen umschlossen, sind diese länger haltbar, indem Stoffwechsel- und Oxidationsprozesse verlangsamt werden.

So können z.B. Lebensmittel in Siegelrandbeutel (Vakuumbeutel) verpackt werden. Die Beutel werden mit  Vakuumiergeräten evakuiert, da sich nun nur noch sehr wenig Sauerstoff in der Verpackung befindet, verringert sich der Verwesungsprozess - die Produkte sind länger haltbar. Viele Haushaltsgeräte können jedoch nur ein mittelmäßiges Grobvakuum herstellen.

Durch die Volumenreduzierung wird sich die Tütenfolie zwar an das Gut anlegen, dadurch gelangt dann auch weniger Sauerstoff an die Lebensmittel, eine deutliche Reduzierung des Verderbvorgangs wird mit solchen leistungsschwachen Maschinen jedoch nicht erreicht.

Hierfür eignen sich Geräte, die ein Vakuum von min. 80-85% erreichen.

Eine andere Methode ist das Einwecken/Einkochen.

Die Lebensmittel werden durch das Kochen sterilisiert und evtl. enthaltene Gase entweichen.  Die Luft kann aus dem Einweckglas fast vollständig verdrängt werden, bei Befüllung mit Lebensmittel in flüssiger Form. Die Dichtringe gewährleisten ein besseres Grobvakuum über einen längeren Zeitraum.

Verbundfolie

Es handelt sich hierbei um Folien unterschiedlich geschichteter Materialien. (Mehrschichtfolien)


W


Wasserlösliche Folie

Diese besteht aus PVOH. Sobald sich diese Folie im Wasser aufgelöst hat, ist sie voll biologisch abbaubar. Die so entstandene Lösung wird von Mikroorganismen in den Kläranlagen zu Kohlendioxyd und Wasser umgewandelt.

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